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55 von 68 in Südtirol verwendete Pestizide auf „EU-Pestizid-Blacklist“

In Südtirol wird laut Agrios-Richtlinie der Einsatz von 68 Insektiziden, Fungiziden und Herbiziden empfohlen. Ich suche jedes einzelne davon auf der „EU Pesticide Blacklist“, der schwarzen Liste der gefährlichsten Pestizide in der Europäischen Union.

Auf dieser Liste landen Wirkstoffe, wenn sie bei 1 von 7 Kriterien der GESUNDHEITSGEFAHR den negativen Höchstwert erreichen.

-> Akut giftig
-> Krebserregend
-> Erbgut schädigend
-> Schädigend für Nervenzellen und -gewebe
-> Schädigend für das Hormonsystem
-> Schädigend für das Fortpflanzungssystem & die Entwicklung des Kindes
-> Direkt schädigend für den Ausbringer

Auf dieser Liste landen Wirkstoffe auch dann, wenn sie bei 2 von 7 Kriterien der UMWELTSCHÄDLICHKEIT den negativen Höchstwert erreichen.

-> Algenbildung
-> Schädigend für Fische & Wirbellose
-> Toxizität für Vögel
-> Toxizität für Bienen
-> Toxizität für Nützlinge
-> Bioakkumulation (steigende Anreicherung im Organismus)
-> Persistenz (Langlebigkeit einer giftigen Substanz)

Auch wenn ein Wirkstoff bei zahlreichen Kriterien den Höchstwert nur knapp verfehlt, wird er auf die Schwarze Liste gesetzt.

Das RESULTAT meiner Recherche …

55 der 68 in Südtirol verwendeten Wirkstoffe befinden sich auf dieser Schwarzen Liste. Das sind 82 %.

Das in Südtirol eingesetzte Acrinathrin erfüllt in 6 (!) Kategorien das Cut-Off-Kriterium.

Die in Südtirol eingesetzten Chlorpyriphos-ethyl und Emamectin benzoat erfüllen in 5 (!) Kategorien das Cut-Off-Kriterium.

6 der in Südtirol eingesetzten Wirkstoffe erfüllen in in 4 (!) Kategorien das Cut-Off-Kriterium.
-> Quinoxyfen,
-> Spirodiclofen,
-> Pyridaben,
-> Oxadiazon,
-> Indoxacarb,
-> Chlorpyriphos-methyl

13 der in Südtirol eingesetzten Wirkstoffe erfüllen in in 3 (!) Kategorien das Cut-Off-Kriterium.
-> Fluazinam,
-> Mancozeb,
-> Tetraconazol,
-> Trifloxystrobin,
-> Abamectin,
-> Milbemectin,
-> Tebufenpyrad,
-> Pirimicarb,
-> Etofenprox,
-> Abamectin,
-> Phosmet,
-> Clothianidin,
-> Imidacloprid

Es geht also nicht nur um das von Landesrat Schuler nun eingestandene Schadenspotential von Chlorpyriphos-ethyl, sondern auch noch um 54 weitere extrem gefährliche Substanzen.

Johannes Fragner-Unterpertinger, der Apotheker von Mals, hat einmal zu mir gesagt: “Dass die in Südtirol eingesetzten Pestizide harmlos sind ist eine glatte Lüge, durch die der Bevölkerung seit Jahren Sand in die Augen gestreut wird.“

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