Ruft mich demnächst vielleicht Siegfried Rinner an, um sich bei den Malsern und bei mir zu entschuldigen?
Um mir vielleicht schöne Grüße von Arnold Schuler auszurichten zu lassen, dem es Leid tue, dass er sich nicht schon früher konstruktiv auf unsere Kritik eingelassen habe?

Wird Arno Kompatscher zur jähen Erkenntnis gelangen, dass es sich nicht um ein juristisches Problem handelt, sondern um ein ökologisches und politisches Problem?

Wird er vielleicht sogar entdecken, dass die Regierungsmehrheit selbst dieses jurisitische Problem durch das neue Pflanzenschutzmittelgesetz – eine Art „Lex Mals“ – erst so richtig forciert hat.
Die Vorzeichen stehen gut!

Denn die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) gesteht zum ersten Mal öffentlich Fehler ein: Landwirte brächten zu viel Kunstdünger und Pestizide auf den Acker und setzten zu oft auf Monokulturen.

Die DLG bringt damit ein (von der organisierten Landwirtschaft bisher tabuisiertes) Thema in die Öffentlichkeit: Glyphosat, Neonicotinoide und andere Agrargifte ärgern nämlich längst nicht mehr nur die Umweltschützer. Viele Bauern beobachten selbst beunruhigt, dass mit den Schädlingen auch die Nützlinge wie Bienen und andere Bestäuber verschwinden. Mehr noch, die Agrarchemie versagt immer öfter bei ihrer eigentlichen Aufgabe: als Mittel gegen Unkräuter und -gräser.

DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer: „Nur wer zur Selbstkritik fähig ist, ist auch zukunftsfähig.“
Wenn dieser Ruf in Süditorl angekommen sind wird, wird meine Mission hier zu Ende sein.

http://www.zeit.de/2017/09/landwirtschaft-industrialisierung-revolution-oekobau/komplettansicht

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Ein Bauer in Brandenburg besprüht sein Feld mit Pestiziden. © Patrick Pleul/dpa

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